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Hoffnungsstern

Wo bist Du? Das fragen sich heute
nicht grad wenige Leute.
Durch viele Probleme ganz verschwommen,
bist Du ihnen abhanden gekommen.

Grad in schwierigen Zeiten es wäre
wichtig, dass Du gibst uns die Ehre;
Denn ohne Dich werden düstere Zeiten
uns noch mehr ins Dunkel geleiten.

Und ja, wenn wir uns mal ansehen,
wo wir in vielen Fragen stehen,
dann natürlich kein Wunder es ist,
dass man Dich gleich ganz vergisst.

Kriegspropaganda und Kampfeslust,
Wirtschaftsflaute und großer Frust,
Umweltverschmutzung, Profitgier und Hohn,
das ist doch ein sonderbarer Lohn.

Subtile Botschaften der Bedrohung
zeigen eine deutliche Verrohung.
Angst macht sich breit immer wieder.
Manche singen gar schon Kriegslieder.

Da wird nicht nur mir Angst und Bang,
denn wissen wir nicht schon so lang,
dass Krieg keine Gewinner kennt
und nur die Menschen voneinander trennt?

Und doch steht Profit aus Rüstungsausgaben
für so manchen ganz oben bei den Vorhaben.
Die deutsche Wirtschaft will man retten.
Vielleicht nur ein Vorwand, wollen wir wetten?

Der Rahmen, den die Politik gerade bietet,
hat viele Unternehmen umgenietet.
Bürokratie-Abbau hieß es als Plan –
doch der kommt so gar nicht voran.
Immer mehr Paragraphen überall
bringen nicht nur kleine Firmen zu Fall.

Behörden scheinen manchmal zu denken,
so ein Unternehmen zu lenken,
das sei ein Kinderspiel;
Daher macht es dann auch nicht viel,
wenn man viel Zeit braucht für die Steuer
und alle bürokratischen Ungeheuer.

Doch es sind nicht nur die Paragraphen
Als Schuldige zu entlarven.
Unternehmertum und freies Denken,
Verantwortung und sinnvoll Lenken,
so mancher sieht das gar nicht gern
und der Gedanke ist nicht fern,
noch ganz viel mehr zu regulieren,
und damit die Richtung zu manipulieren,

Diskussion? Ja bitte gern,
aber haltet Eure Meinung fern!
Statt sachlich und vernünftig zu diskutieren,
geht es vielen nur ums Missionieren.
So kommt es, dass in diesen Tagen
Immer mehr Menschen verzagen.
Angesichts der politischen Plage
und so manch flauer Wirtschaftslage.

Gerade in diesen Zeiten
Solltest Du uns begleiten.

Was meinst Du? – Du warst immer da?
Für viele Menschen auch ganz nah?
Na, dann wollen wir Dich mal benennen,
damit viele Dich wieder erkennen.

Du, die Hoffnung, die uns trägt,
Du, die in jedem Herzen schlägt.
Hoffnung, begleitet von Mut und Zuversicht,
führst Du uns in Richtung Licht.
Wie ein Himmel voll leuchtender Sterne
zeigst Du Dich uns nicht aus der Ferne,
sondern bist für uns da immer
auch wenn wir glauben, es wird schlimmer.

Doch Vorsicht ist auch hier geboten,
gilt es doch, gut auszuloten.
Denn falsche Hoffnung ist betörend
und am Ende nur zerstörend.

Das haben zu spüren bekommen
Jene, die sind ganz benommen,
von Angeboten, die zu verlockend sind:
Millionen zu machen, das geht ganz geschwind.
Man muß nur Tausende investieren
und des Coaches Rat manifestieren.

Vielen Unternehmern ist es so ergangen,
dass sie von Versprechen wurden gefangen.
Von Angst, Gier oder Eitelkeit getrieben
ist am Ende das Konto leer geblieben.

Doch das ist kein Grund aufzugeben.
Fehler gehören nun mal zum Leben.
Die Hoffnung darf dadurch sterben nicht,
ist sie doch mehr als ein tröstend Licht.

Denn wenn wir sammeln Hoffnungssterne
dann ist sie nicht mehr all zu ferne,
die Zukunft, in der es uns besser geht
und es sich nicht nur um Profitgier dreht.

Da Sterne oft weit weg am Himmel sind,
lasst sie uns herunterholen geschwind.
Zusammen viele Lichter nun scheinen –
in der Hoffnung wir uns alle vereinen.

Ihre Begleiter sind Zuversicht und Mut.
Alle drei tun uns unendlich gut
und helfen uns nicht zu verzagen –
gerade heute in diesen Tagen.

Claudia Dietl, Weihnachten 2025

Frohe Weihnachten und ein sternenreiches Neues Jahr!

Foto von Max Saeling auf Unsplash

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